Dr. Ulrich Heller - Abitur 1989

1. Wie war Ihr akademischer Werdegang?

1990 – 1996 Informatik-Studium an der TU München
1996 – 1999 Promotion im Fach Informatik an der TU München (Umweltinformatik)
1999 – 2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Medis-Institut des GSF-Forschungszentrum (Medizininformatik)

2. Welche Position/Funktion haben Sie heute inne?

Softwareentwickler und Projektleiter (IT-Projekte im Automotive-Bereich)

3. Hat Griechisch Ihrer Meinung nach zwischen Bibel und Laptop überhaupt noch Platz?

Selbstverständlich!
Genauer gesagt: Griechisch hat seinen relevanten Platz an der Seite von Bibel, Laptop, Marktwirtschaft, Tagespolitik, Wissenschaft, Globalisierung, Kultur, Familie und all den anderen Dimensionen zwischen denen der moderne Mensch sich aufgespannt sieht. Vielleicht hilft es ihm dabei, das Koordinatensystem zu überblicken (siehe auch Frage 5).

4. Welche Impulse kann Griechisch aus Ihrer Sicht zur Weiterentwicklung christlicher Schulen leisten?

Vielleicht kann es helfen, eine Rückentwicklung und Verflachung eines christlich-humanistischen Bildungsideals zu verhindern.
Auf der anderen Seite ist, so glaube ich, das elementar moderne Potential der Beschäftigung mit der griechischen "Erfindung des Individuums" noch gar nie vollständig realisiert worden.

5. Mit welchen Argumenten würden Sie aus Ihrer heutigen Weltsicht Griechisch als 3. Fremdsprache empfehlen?

„Bildung statt Ausbildung“
Denken lernen, Denken erlauben, Denken erleben - das ist viel wichtiger als Einübung von beruflichen Fähigkeiten Staunen lernen und Dinge hinterfragen - das schafft auch die Grundlage für staatsbürgerliche und christliche Verantwortung Wer die Wurzeln unserer abendländischen Kultur kennen lernt, kann auch deren Früchte besser genießen!

6. Was soll vom erlebten Griechischunterricht beibehalten, was soll verändert werden?

Ich habe den Griechisch-Unterricht als eine gute Mischung aus Spracherwerb, Lektüre und Beschäftigung mit den Inhalten erlebt.

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