Fachschaft Kunsterziehung


Die Abbildung zeigt den Schweißkurs mit seinem "Fahrzeug", dem "Rundumadum".

„Kunst kommt nicht von Können, denn was man kann, ist keine Kunst“, soll Karl Valentin einmal gesagt haben.

Im Fachbereich Kunst unterrichten

Franz Hämmerle
Karl-Heinz Kappl

Stundentafel

Jahrgangsstufe
5
6
7
8
9
10
11
12
Wochenstunden
2
2
2
1
1
1
2
2

Der Kunstunterricht

Fotos aus dem Kunstunterricht

Der Kunstunterricht sollte nicht als reine Vermittlung von Techniken verstanden und die während der Schulzeit gefertigten Arbeiten nicht nur ergebnisorientiert angelegt werden. Neben dem Erlernen von verschiedensten künstlerischen Disziplinen darf die emotionale Ebene in der Gestaltung nicht außer Acht gelassen werden. Vor allem die grenzenlose Fantasie der jungen Menschen darf nicht in enge bildnerische Schemata gezwungen werden. Kunst, die gestalterische Fähigkeit des Menschen, ist eine andere Ebene der Kommunikation. In ihr werden Gefühle, Hoffnungen, Sehnsüchte, kurz das gesamte Spektrum unserer Emotionen angesprochen. Neben den rein praktischen Aufgaben und Arbeiten nimmt die Kunstgeschichte einen wichtigen Platz ein. Es geht nicht um das mechanische Erlernen von Fachbegriffen und Stilmerkmalen, sondern Kunst und ihre bildliche Erscheinung soll im Spannungsfeld der jeweiligen Gesellschaft erfahren werden. In unserem Fach lassen sich Querverweise auf andere Unterrichtsfächer problemlos herstellen, sei es im Expressionismus mit Deutsch, im Impressionismus mit Physik, in der Romantik mit Musik oder im Dadaismus mit Geschichte, um nur einige unvollständige Beispiele zu nennen. Neben unseren wöchentlichen Stunden haben wir an unserer Schule die Möglichkeit vielfältigsten Wahlunterricht anzubieten. Seit Jahren gibt es den „Schweißkurs“, dessen letzte Ergebnisse im Rahmen einer Veranstaltung des Bundesforschungsministeriums in Göttingen und im Bayerischen Fernsehen gezeigt wurden. „Technisches Zeichnen“ hat jahrzehntelange Tradition und wird seit 2 Jahren auch als Grundkurs angeboten. Das ehemalige Internatsfotolabor mit langer Tradition ist mittlerweile im dritten Jahr in Betrieb und der „Fotokurs“ stellt mit fast 60 Teilnehmern die zahlenmäßig stärkste Neigungsgruppe. Neu ins Leben gerufen wurde ein „Graffitikurs“, der sich nicht als „wilde Sprayer“ verstanden wissen will, sondern mit den Mitteln dieser Kunstrichtung im Schulhaus gestalterisch tätig wird. Nicht als Wahlunterricht, aber ohne Beteiligung freiwilliger Schüler nicht durchführbar, ist „KinOttilien“, die Fortführung der Kinotradition in St. Ottilien. Vor fast 40 Jahren hat P. Martin das Internatskino, den sogenannten Sonntagsfilm gegründet. Mit großzügiger Unterstützung durch unseren Elternbeirat haben wir unser Kino technisch auf guten Stand gebracht und versuchen unseren Schülern Kino nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als Kunstform näher zu bringen. Vielleicht wird es in nicht ferner Zukunft auch einmal einen Wahlkurs „Film“ geben, in dem aktiv mit „Licht gebildet“ wird. Damit wären wir wieder bei Karl Valentin, der den Film als (oft dadaistische) eigenständige Form der Kunst genutzt hat.









 

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