Volkswirtschaftslehre

Die Wissenschaft wurde früher Nationalökonomie genannt und existiert als anerkannte Wissenschaft, die auch in Hochschulen gelehrt wird seit Adam Smith, der mit seinem Werk Wealth of Nations im Jahre 1776 in diesem Bereich eine kleine Revolution auslöste. Heute hat sie trotz dem neuen Namen Volkswirtschaftslehre immer noch die gleichen Ziele wie damals. Wird aber wegen voranschreitender Globalisierung und Kompetenzabgrenzung (z. B. die Euro-Koordination bei der Europäische Zentralbank, die auch für Inflationsbekämpfung zuständig ist) viel verbreiteter und wichtiger. Da es eine ihrer Hauptaufgaben ist, möglichst genaue Vorhersagen zu treffen, um weiteres Handeln zu koordinieren, ist die VWL eine sehr auf die Zukunft bedachte Wissenschaft. Die Fortschritte bei den Vorhersagen wurden durch intensive Beschäftigung mit dem Thema in den letzten 15 Jahre immer größer, aber viele Prognosen blieben weiterhin schwach und schwammig, da sich wirtschaftliche Abläufe zwar immer ähnlich verhalten, aber auch die Schwerpunkte doch mit der Zeit leicht verschieben.

Die Grundfragen der VWL sind:

  • Was bestimmt die Preise?
  • Wie sollen Erlöse/Gewinne verteilt werden?
  • Durch was werden die Höhe der Steuern beeinflusst?
  • Was fördert Wachstum?
  • Wodurch entstehen Schwankungen? Sind sie rhythmisch?
  • Wie kann man Schwankungen gering halten?
  • Warum gibt es so viele Arbeitslose? Was ist bei einer Vollbeschäftigung anders?

Die Volkswirtschaftslehre entsteht als Wissenschaft bereits in der Antike, zu dieser Zeit gab es allerdings noch keine Probleme mit der Bestimmung des Lohns, da hier Sklaven arbeiteten. Aber es gab bereits Diskussionen, was ein fairer Preis sei. Im Mittelalter begann der Handel zu florieren und Zünfte mischten bei Produktion und Verkauf mit, bestimmten daher auch Löhne und Preise mit. Im Laufe der Zeit bildeten sich immer mehr Großhändler, die über Sprach- und Länderbarrieren hinweg ihren Einfluss ausdehnten. Daneben entwickelte sich aber auch die Ansicht, dass nur der Besitz von Grund und Boden wahrer Reichtum sei, da die Gesellschaft auf Ackerbau basiere.
... mehr zur Volkswirtschaftslehre vor Adam Smith


Adam Smith beginnt mit der Veröffentlichung seines Buchs Wealth of Nations eine indirekte Revolution und beeinflusst die Verteilung von Löhnen und Gewinnen, aber auch die Eingriffe, die der Staat in der Wirtschaft vornimmt, maßgeblich. Diese Ideen werden ausgebaut und wegen immer komplizierterer Verflechtungen korrigiert und erweitert. So beschäftigt sich die VWL nun auch mit der Frage nach dem Sinn von Zöllen und die Preisbestimmung wird in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage gesehen. Auch Karl Marx steht ein Platz unter den großen Volkswirtschaftswissenschaftler zu, denn durch seine wirtschaftlichen Ansichten löste er auch politische Reaktionen aus. Er war strikt gegen Monopole und forderte eine gerechte Machtverteilung, dies bedeutet für ihn, dass sämtliche Güter, die der Produktion dienen, im Allgemeinbesitz des Volkes stehen. Am Anfang des 20. Jhdt. tauchten auf der ganzen Welt Wirtschaftskrisen auf, die mit bisher geläufigen Mitteln nicht besiegt werden konnten. Seitdem greifen Staaten regelmäßig in die eigene Wirtschaft ein, um sie stabil zu halten. Außerdem wurden in vielen Ländern Sozialversicherungen nach dem Beispiel Deutschlands eingeführt. Im Laufe des letzten Jahrhunderts hatten die Wirtschaftswissenschaftler vor allem mit der extremen Inflation und der stagnierenden Wirtschaft zu kämpfen.
... mehr zur Volkswirtschaftslehre von und nach Adam Smith


Am Anfang der Entwicklung des Geldes wurde noch mit Silber oder Gold bezahlt, da das Geld dadurch auch echten materiellen Wert hatte. Aber durch die Gründung von Banken, wurde bald nur noch mit Belegen für hinterlegtes Gold bezahlt. Dies entspricht im Prinzip immer noch unserem heutigen Geld.
... Monetarismus


Lehrplan für bayerische Gymnasien


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