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historisch . jahreschroniken . fotoarchiv 1899 - 1970



DIE JAHRESCHRONIKEN DES TAGESHEIMLEITERS BR. DAVID GANTNER OSB


Tagesheim-Bericht über das Schuljahr 2004/ 2005
Tagesheim-Bericht über das Schuljahr 2003/ 2004
Tagesheim-Bericht über das Schuljahr 2002/ 2003









 

Tagesheim-Bericht über das Schuljahr 2004/ 2005


Personal:
Zum Schuljahr 2004/2005 zählten wir 172 Schülerinnen und Schüler im Tagesheim. Die 99 Buben und 73 Mädchen teilten wir in acht Gruppen mit jeweils einer Betreuung ein. Herr Michael van Laack hat das Erzieherkollegium Ende Juli 2004 verlassen. Dafür ist Herr Dr. Jakob Pastötter neu in das Erzieherkollegium gestoßen und, da er unser Internat besuchte und 1987 das Abitur in St. Ottilien absolviert hatte, ist er kein unbeschriebenes Blatt. Die Fünftklässler betreuten P. Rhabanus Petri und Br. David Gantner, der das Tagesheim leitet. P. Rhabanus hat das Tagesheim im Februar 2004 zum Schulhalbjahr verlassen, da er von Vater Erzabt in das Amt des Novizenmeisters berufen wurde. An seine Stelle rückte Frau Alrun Deutschmann nach. Die 6. Klasse teilten sich zum einen Frau Chantal Trepte und zum anderen die Lehrkräfte Herr Thomas Bitter und Frau Evelyn Pflanzer. Die 7. Jahrgangsstufe wurde wie im letzten Schuljahr in zwei Gruppen aufgeteilt und von Frau Annelie Kühne und Herrn Jakob Pastötter betreut. Die Achtklässler fassten wir in eine Gruppe zusammen und vertrauten sie Herrn Florian Werner im I. Stock an. Ihm waren zudem drei Kleingruppen von Zehntklässlern in den Nebenräumen zugewiesen. Herr Ernst-Georg Wagenknecht war Erzieher der 9. Klasse. Im Studiersaal des III. Stocks studierten zudem eine kleine Gruppe aus Elftklässlern, der K 12 und der K13 ohne Betreuung. Aus der Gesamtzahl der Schüler ergab sich eine durchschnittliche Gruppenstärke von etwa 20 Kindern – eine Gruppengröße, die auch Einzelbetreuung im gewissen Rahmen zuließ. Bezüglich des Personals sei noch die Besonderheit vermerkt, dass wir aufgrund von Krankheit und Rehamaßnahmen eine noch nie so hohe Erzieherabsenz hatten. Da über 17 Schulwochen das Erzieherkollegium nicht komplett war, mussten ständig Vertretungen organisiert werden. Dank gilt vor allem Postulant Bruce Betler, der sechs Wochen für den erkrankten Herrn Wagenknecht aushalf, und P. Eduardo Lopez Tello Garcia, der vier Wochen Frau Trepte vertrat. Für die Arbeit in den Speisesälen und in der Hausmeisterei gingen uns neben Br. Julian Pfalzer die Zivildienstleistenden Ulrich Wirth und Daniel Klingl zur Hand.
 
Bauliche Maßnahmen:
Um mehr Möglichkeit für die Nachhilfe zu erhalten, stellten wir zwei kleine Räume zur Verfügung, einmal das ehemalige Kontozimmer – ein alter Pfortenraum neben dem Eingang zur Schulkirche – und wie im vergangenen Schuljahr den kleinen Raum neben dem Seminarausgang-Nord. Da wir den vielen SchülerInnen, die ein Musikinstrument erlernen, auch Übungsmöglichkeiten anbieten wollten, organisierten wir die Belegung des Unterrichtsraumes Nr. 51 im Kapellengang so, dass dort neben dem Instrumental-Unterricht zu reservierten Zeiten auch Tagesheimschüler üben konnten.

Sorge um Verpflegung:
Auch in diesem Schuljahr lag uns eine solide Verpflegung am Herzen. Die Schüler und Schülerinnen erhielten vormittags zur Pause eine Brotzeit, die weitgehend aus Eigenprodukten der klösterlichen Betriebe bestand. Zum Mittagessen standen neben Br. Julian drei Köchinnen und zwei Damen in den Speisesälen bereit und versorgten alle umsichtig. Die Tagesheimschüler belegten den großen Speisesaal komplett und dazu den Internatsspeisesaal mit der 7. Klasse zu zwei Drittel. P. Vianney Meister wich mit den Internatsbuben in das kleinere Turmzimmer aus, das ausreichend Platz bietet. Für die Reinigung unserer weitläufigen Gänge und Räume sorgten zwei Damen.

Im Juli  – kurz vor Schuljahresschluss – hat uns überraschend die Bitte erreicht, ab Oktober 2005 für etwa 80 externe SchülerInnen ein Mittagessen anzubieten. Grund dafür war der vermehrte Nachmittagsunterricht, der im Zuge des achtstufigen Gymnasiums schon im nächsten Schuljahr durchgeführt werden sollte. Da weder die Plätze in den Speisesälen noch Geschirr und Besteck, da weder Personal in der Küche noch die Frage geklärt war, wer die Aufsicht dieser Kinder beim Essen übernehmen sollte, war es für uns unmöglich, den Vorstellungen des Direktorats in so kurzer Zeit nachzukommen.

Arbeitsfelder:
Im Zuge der Einführung des achtstufigen Gymnasiums seit September 2003 ergaben sich für die Schüler der 6. Klasse neue Umstände: Die Studierzeit wurde von Montag bis Mittwoch verkürzt, weil drei Nachmittagsstunden für diesen Jahrgang gehalten werden mussten. War den Kindern die Umstellung zunächst schwer gefallen, so fanden sie sich von Woche zu Woche besser in den neuen Rhythmus ein. Die 5. Jahrgangsstufe hatte am Montag während der Freizeit eine Nachmittagsunterrichtsstunde zu absolvieren, was ohne nennenswerte Probleme vonstatten ging.

Die eigentliche Arbeit mit den Kindern erfolgte im Studiersaal. Die ErzieherInnen gingen den Buben und Mädchen zur Hand, erstellten zum Teil Arbeits- und Übungsblätter und hielten nach Bedarf mit den Lehrkräften Rücksprache. Gespräche mit den Eltern über die schulische und soziale Entwicklung waren ebenso unentbehrlich wie die Durchführung von Elternabenden. Auch in diesem Schuljahr blieben wir nicht von Scheidungsfällen in der Elternschaft verschont. Das Tagesheim kann den davon betroffenen Kindern nur mildernd beistehen.

Zum Ausgleich zur anstrengenden Studierzeit wurden wie in den vergangenen Jahren in der Freizeit verschiedene Turniere angeboten, die Herr Wagenknecht zusammen mit Frau Kühne organisierte: Tischfußball, Billard, Hallenfußball, Tischtennis und Badminton. Mit der Anschaffung eines mobilen Basketballkorbes erweiterten wir das Freizeitangebot.

Verlauf des Schuljahres:
Im November führten wir den 1. Elternabend durch. Mit P. Rhabanus feierten wir am Nikolaustag, dem 6. Dezember 2004, einen Schülergottesdienst, den die Schüler unter Anleitung der Erzieher nicht nur vorbereiteten, sondern auch dabei auch nach Kräften musikalisch mitwirkten.  Zum 15.12.04 lud das Lehrerkollegium das Erzieherkollegium zur Weihnachtsfeier ins Exerzitienhaus ein. Am 22. Dezember, dem letzten Tagesheimtag vor den Ferien, beschenkten wir wieder die Fünftklässler mit Tagesheim-T-Shirts und stimmten uns besinnlich bei Gebäck und Punsch auf die bevorstehende Weihnachtszeit ein. Eine Weihnachtsgeschichte, verlesen von Herrn Wagenknecht, wurde mit Musikeinlagen und einen Tanz umrahmt. Ein gemeinsames Lied schloss das Programm ab. Zur Fastenzeit fand aus Termingründen in diesem Schuljahr kein eigener Einkehrtag für Schüler-Eltern statt. Im März boten wir dann den 2. Elternabend an. Am 12. März nahm Herr Werner an einer Fortbildung teil, die sich mit dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom befasste. Herr Werner begann dann mit einigen Schülerinnen und Schülern die Probenarbeit zum Theaterstück "Titanik", während gleichzeitig die Vorbereitungen zum "Circus St. Ottilien" an Fahrt gewannen. Wir entschlossen uns deshalb, der Anfrage einer Pädagogikstudentin nachzukommen, ein Praktikum im Tagesheim absolvieren zu dürfen. Frau Petra Hahnrieder hatte sich bereiterklärt, vom 17.06. bis 31.07.05 teils im Tagesheim, teils im Projekt "Circus St. Ottilien" mitzuarbeiten und erste Erfahrung in der Betreuung von Gymnasialschülern zu machen.

Zum Familientag für die 5. bis 7. Jahrgangsstufen kamen wir zu einem weiteren Gottesdienst am 18.06.05 zusammen, zu dem wieder viele Eltern und Geschwister unserer Schüler gekommen waren. Um 14.00 h feierten wir zuerst mit P. Theophil die Eucharistie in der Schulkirche St. Michael. Anschließend machten die Fünftklässler ihre Eltern mit dem Kloster dadurch vertraut, dass sie in einer Führung zum Teil sehr originell das Klosterleben und die Mission vorstellten. Herr Bitter bot alternativ dazu eine Wanderung rund um St. Ottilien an, Frau Kühne und Frau Trepte organisierten mit Mädchen der 7. Klasse Spiele für jüngere Geschwister, die im Vorschul- und Grundschulalter waren. Herr Pastötter führte interessierte Eltern durch den Kloster- und Judenfriedhof. Danach fanden sich alle auf den Hof vor der Schulkirche ein, wo mitgebrachte Speisen verzehrt wurden. Dies bot Gelegenheit zu regem Austausch, und die Familien konnten sich auf diese Weise im lockeren Rahmen näher kennen lernen.

Ausblick:
Insgesamt waren die Erzieherinnen und Erzieher bemüht, die Kinder im christlichen Geist schulisch zu fördern und in das Wirken von St. Ottilien einzubeziehen. Benediktinische Formen versuchten wir weiterhin zu pflegen: Gemeinschaftsdienste bei Tisch, Rücksichtnahme bei den Hausaufgaben im Studiersaal, Nachhilfe für schwächere Schüler durch ältere, täglich gemeinsames Gebet bei Tisch und zu Beginn der Studierzeit sowie in regelmäßigen Abständen die Feier der Eucharistie. Zum Schuljahresende nahmen schließlich von 170 SchülerInnen des Tagesheims fast 160 am "Circus St. Ottilien" teil, als Akrobaten, Budenverkäufer, Techniker, Theaterspieler usw. Viele brachten sich auch in die Veranstaltungen des Abendprogramms ein. Auf diese Weise rückten alle Schüler und Schülerinnen mit Eltern und Mönchen für ein großartiges Jugendprojekt zusammen.

Br. David Gantner OSB


 


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Tagesheim-Bericht über das Schuljahr 2003/ 2004


Personalstand:
Zum Schuljahr 2003/ 2004 verzeichneten wir 162 Schülerinnen und Schüler, die im Tagesheim betreut wurden, davon 102 Jungen und 60 Mädchen. Der Anstieg um 20 Kinder gegenüber dem vergangenen Schuljahr machte es nötig, einen weiteren Erzieher anzustellen. Herr Michael van Laack, verheiratet und Vater einer Tochter, hat sich dafür zur Verfügung gestellt. Weil zudem statt vier Lehrkräfte nur noch zwei für die Tagesheimbetreuung freigestellt werden konnten, stieß außerdem P. Rhabanus Petri zum Erzieherkollegium hinzu. P. Rhabanus war im September 2003 vom Jakobsberg nach St. Ottilien gewechselt. Somit betreuten Frau Chantal Trepte und P. Rhabanus die 5. Klasse,  Frau Kühne und Br. David die 6. Klasse, Herr Wagenknecht und Herr van Laack die 7. Klasse. Die Betreuung der 8. Klasse teilten sich zwei Lehrkräfte, nämlich Frau Peterson und Herr Bitter, die 9. Klasse betreute Herr Florian Werner, der sich auch um die Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13 annahm. Der leichte Anstieg der Schülerzahl im Tagesheim ermöglichte es, erstmals die 7. Klasse in zwei Gruppen zu betreuen. Somit hatten wir in diesem Schuljahr 8 betreute Gruppen. Aus der Gesamtzahl der Schüler ergab sich eine durchschnittliche Gruppenstärke von 19 Kindern – eine Gruppengröße, die auch Einzelbetreuung im gewissen Rahmen zuließ. Zum neuen Schuljahr durften wir 42 neue Schülerinnen und Schüler begrüßen. In Internat und Tagesheim halfen ferner die Zivildienstleistenden Daniel Freitag-Russel, Wolfgang Nägele und Benjamin. Zum 1. Mai 2004 reihte sich  Br. Julian Pfalzer in das Hauspersonal ein. Ihm wurden Dienste in der Küche und in der Hausmeisterei, im Bereich der Außenanlagen und der Sakristei übertragen.

Raumkonzept:
Neben einer soliden Verpflegung lag auch in diesem Schuljahr das Augenmerk auf der Betreuung bei den Hausaufgaben. Zunächst galt es, Räume für eine sinnvolle Gruppenverteilung zu schaffen. So siedelten wir alle Gruppen der 5. bis 7. Klasse im Parterre an und dazu die 9. Klasse. Die 8. Klasse bezog den großen Studiersaal im I. Stock, der ehemals Lesesaal der Oberstufe des Internats war. Die drei Einzelzimmer, die sich daran in Richtung E-Werkstatt anschließen, nützten wir, um drei kleine Studierzimmer für drei Gruppen der 11. Klasse zu schaffen. Der Treppenaufgang zum II. Stock des Internats wurde im August 2003 von Br. Rupert Schnorrpfeil durch eine Trennwand aus Holz geschlossen, um die Tagesheimräume von den privaten Zimmern der Internatsschüler zu trennen. Außerdem verschloss Br. Rupert den Durchgang zwischen den beiden Parterre-Räumen westlich des Nordausganges. Somit entstanden ein kleinerer Raum für die Schülernachhilfe und ein größerer Raum, der als Aufenthalts- und Mehrzweckraum diente. Den kleineren von beiden malte Br. Jonathan Werner im Januar 2004 mit kubistischen Elementen und mit einem Urwaldmotiv aus. Im großen Speisesaal nahmen alle Klassen das Mittagessen ein bis auf die 7. Klasse, die sich zusammen mit den Internatsbuben den Internatsspeisesaal teilte.

Verlauf des Schuljahres:
Am 17. Oktober 2003 verwirklichte sich eine Idee, die unser dienstältester Erzieher, Herr Wagenknecht, schon lange mit sich herumgetragen hatte. Mit einem Aushang riefen wir zur Teilnahme an einen Ideen-Wettbewerb aus, bei dem ein Tagesheim-Logo gefunden werden sollte. Das Logo soll auf Briefbögen und Briefumschlägen und eventuell bei der Neuauflage eines Tagesheim-T-Shirts Verwendung finden. Die Jury, zu der neben Herrn Wagenknecht und Br. David besonders Frau Trepte als Vorsitzende angehörte, richtete die Bitte an Schüler, Eltern von Schülern und Mönche. Aus allen drei Personengruppen erhielten wir erfreulicherweise Eingaben, die Mehrheit aus der Schülerschaft. Abgabetermin war zunächst der 27. November. Weil aber Kunstlehrer Karl Kappl das Projekt in den Kunstunterricht aufnahm, verlängerten wir die Eingabefrist bis Ende Februar 2004. Dass gleich 270 Vorschläge eingereicht wurden, hat uns alle sehr überrascht. Frau Trepte, Herr Wagenknecht und Br. David machten sich sogleich daran, die Entwürfe mit Nummern zu versehen und in der alten Pausenhalle auszustellen. Vom 16. bis 20. Februar konnten dann Schüler, Erzieher, Lehrer und Mönche ihre Stimme abgeben.  Durch diese Abstimmung sollte tendenziös ermittelt werden, in welche künstlerische Richtung das Logo erwartet wurde. Für die Jury unter Anleitung von Frau Trepte und Herrn Wagenknecht begann nun die Phase des Sondierens, denn ihre Aufgabe war es letztlich, den Tagesheim-Briefkopf zu bestimmen.
Ergänzend zum Programm der Schulseelsorge feierten wir mit P. Rhabanus am 05.12.03 einen Schülergottesdienst, den die Schüler unter Anleitung der Erzieher vorbereiteten und dabei auch musikalisch mitwirkten. Der Termin wurde so früh gewählt, um die vorweihnachtliche Zeit terminlich zu entlasten und um die Schüler auf die Adventszeit einzustimmen. Deshalb bauten wir auch unsere große Weihnachtskrippe mit selbst gefertigten Tonfiguren in der Schulkirche auf. Am 15.12.03 nahmen dann die ErzieherInnen an der Weihnachtsfeier der Lehrer-MAV teil. Der letzte Tagesheimtag vor den Weihnachtsferien, der 18.12.03, führte uns zu einer Weihnachtsfeier zusammen. Neben dem Verlesen einer Weihnachtsgeschichte organisierten die Schüler musikalische Einlagen und einen besinnlichen Weihnachtstanz. Die Feier wurde mit Punsch und Plätzchen abgerundet. Auf dem Feld der Elternseelsorge bot P. Rhabanus am 20.03.2004 einen Einkehrtag für Schüler-Eltern im Tagesheim an, der unter dem Thema "Um des Lebens willen. Mit Jesus auf dem Weg nach Jerusalem" stand und großen Zuspruch fand. Herr Wagenknecht und Herr van Laack hießen die Familien unserer Kinder der 7. Klassen am 22. Mai 2004 zu einem Elternabend herzlich willkommen. Nachdem P. Theophil Gaus mit uns die Messe feierte, luden die Schüler ihre Eltern zu einer Rallye über die Klostergeschichte von St. Ottilien ein, ehe man sich schließlich zum Buffet einfand. Trotz schlechten Wetters verbrachten alle einen schönen Tag der Gemeinschaft. Zum 19. Juni 2004 luden Frau Kühne und Br. David die Sechstklässler samt ihren Angehörigen ein. Das Programm umfasste einen Gottesdienst mit P. Theophil in der Ottilienkapelle, Stärkung bei Kaffee und Kuchen, Führung durch den Klosterfriedhof mit P. Tobias Merkt, Vorführung der von den Kindern vorbereiteten Quiz-Serie "Ottilien sucht den Superstar" und schließlich gemütliches Beisammensein bei Essen und Trinken. Die Familientage machten die Familien der Schüler mit dem Tagesheim und dem Kloster näher vertraut, wobei die Kinder zum Teil sehr originell das Klosterleben und die Mission vorstellten. Am 02.07.04 gewann unsere Tagesheimmannschaft der 6. Klasse ein Fußballspiel in Grunertshofen gegen die dortige Tagesheimmannschaft. Am 16. Juli 04 maß sich unsere Mannschaft im Rückspiel und gewannen erneut. Dank galt vor allem Erzieher und Lehrer Thomas Bitter, der die Mannschaft zu Kameradschaft und Geschlossenheit zusammenführte. Zu erwähnen ist ferner das Engagement von Erzieher Florian Werner in der Theaterarbeit, sowie von Frau Trepte, die vor allem unsere Mädchen im kreativen Bereich anleitete.


Arbeitsfelder:
Die eigentliche Arbeit mit den Kindern erfolgte jedoch im Studiersaal. Die Erzieherinnen und Erzieher begleiteten die Jugendlichen Tag für Tag und nahmen sich nicht nur ihrer schulischen Probleme an. Sie führten Gespräche mit den Eltern und suchten bei sozialen oder schulischen Problemen gegebenenfalls die Lehrkräfte auf. Auch in diesem Schuljahr blieben wir nicht von Scheidungsfällen verschont. Das Tagesheim kann den davon betroffenen Kindern mildernd beistehen.
Ausgleichend zur Studierzeit wurden dank Herr Wagenknecht und Frau Kühne in der Freizeit wieder verschiedene Turniere angeboten: im Oktober Tischfußball, im Dezember Billard, im Januar und Februar das große Hallenfußball-Turnier, das Tischtennisturnier im Mai und Juni und – was neu war - für die Mädchen ein Badminton-Turnier im Juli.

Ausblick:
Insgesamt waren die Erzieherinnen und Erzieher bemüht, die Kinder schulisch zu fördern und sie mit ihren Eltern in den benediktinischen Geist einzuführen und sie entlang des Schuljahres mit Veranstaltungen in das liturgische Kirchenjahr zu integrieren.

Br. David Gantner OSB




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Tagesheim-Bericht über das Schuljahr 2002/ 2003


Personal:
Zum Schuljahr 2002/ 2003 wurden 148 Schülerinnen und Schüler zur Betreuung im Tagesheim gemeldet. Die Gesamtschülerzahl entspricht fast 22 Prozent aller Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums. Der Anstieg um 31 Kinder gegenüber dem vergangenen Schuljahr machte es nötig, eine weitere Erzieherin anzustellen. Wir konnten dazu Frau Annelie Kühne aus Eching am Ammersee gewinnen, die selbst zwei Kinder am Rhabanus-Maurus-Gymnasium hat. Die Schüler wurden in sieben Gruppen betreut, und zwar von der 5. bis zur 11. Klasse. Die Betreuer waren für zwei Gruppen der 5. Klasse Frau Kühne und Br. David, für zwei Gruppen der 6. Klasse Frau Trepte und Herr Wagenknecht, für eine Gruppe der 7. Jahrgangsstufe die Lehrkräfte Frau Silvia Wunderlich und Frau Angela Schöll, für die Gruppe der 8. Jahrgangsstufe Herr Werner und für die Gruppe der Neunt- und Zehntklässler die Lehrkräfte Herr Thomas Bitter und Herr Karl Guba. Zwei Schüler der 11. Klasse studierten ohne Betreuung. Somit ergab sich eine durchschnittliche Gruppenstärke von 21 Kindern. Der Anteil der Mädchen insgesamt stieg von 34 Prozent im letzten auf 37 Prozent in diesem Schuljahr. Für die häuslichen Arbeiten und die Bestellung der Außenanlagen unterstützten uns die Zivildienstleistenden Tobias Resch, Cajetan Geisinger und Daniel Kleine-Albers. Im Januar 2003 absolvierte der Pädagogik-Student Stefan Huber unter Begleitung von Br. David ein dreiwöchiges Praktikum. Ebenso machte im Juli Herr Sebastian Reif für drei Wochen ein Praktikum. Herr Reif wurde von  Herrn Wagenknecht betreut.

Bauliche Maßnahmen:
Im November 2002 konnten wir im I. Stock den Raum neben der Festsaal-Vorhalle als Freizeitraum beziehen, nachdem ihn P. Vianney Meister zusammen mit den Zivildienstleistenden gestrichen hatte und eine neue Beleuchtung installiert worden war. In gleicher Weise wurde im Frühjahr 2003 das Kellerkino, das P. Martin Trieb als Präfekt in den 70er Jahren eingerichtet hatte, technisch etwas modernisiert und als Vorführraum wiederbelebt. Außerdem konnten wir den Bandraum neben dem Kellerkino aktivieren. Dort übten neben der Tagesheim-Schülerband der 8. Klasse auch Schüler, deren Instrumentenkunst gemeinhin mit der E-Musik in Verbindung gebracht wird.

Arbeitsfelder:
Der Anstieg der Schülerzahl im Tagesheim erforderte, dass eine Tagesheim-Gruppe sich erstmalig mit den Internatsschülern den Speisesaal des Internats teilte. Neben einer soliden Verpflegung in beiden Speisesälen lag auch in diesem Schuljahr das Augenmerk auf der Betreuung bei den Hausaufgaben. Die eigentliche Arbeit mit den Kindern erfolgte also im Studiersaal. Dabei war es unerlässlich, die Eltern durch Gespräche in die Erziehung mit einzubeziehen. Auch am Rhabanus-Maurus-Gymnasium kommt es immer häufiger in den Familien zur Scheidung. Im Schuljahr der Berichtszeit kamen 18 Prozent der Tagesheimkinder aus einem Haushalt mit einer allein erziehenden Mutter. Zum Ausgleich zur Studierzeit wurden in der Freizeit verschiedene Turniere unter der sehr umsichtigen Leitung von Herrn Wagenknecht angeboten: Tischfußball, Billard, Hallenfußball und Tischtennis und für die Mädchen ein Badminton-Turnier. Frau Trepte führte an zwei Wochentagen kreatives Arbeiten im Bastel- und Töpferraum durch. Herr Werner bot gelegentlich für Interessierte altersgerechte Filmvorführungen im Kellerkino an, nachdem er zuvor die Kinogänger thematisch einführte und den Handlungsstrang erläutert hatte. Frau Trepte und Frau Kühne übernahmen die Aufsicht im Schwimmbad jeweils am Dienstag bzw. am Mittwoch. Zusammen mit Frau Kühne begann Zivildienstleistender Daniel Kleine-Albers, den Computerraum im Zimmer neben der Sakristei weiter einzurichten. Wir wählten die Lage des Raumes deshalb, weil so eine günstige Verbindung zum Hauptserver des Gymnasiums möglich wurde. Dank galt vor allem Br. Josef Götz, der uns den technischen Anschluss ermöglichte. Herr Ernst-Georg Wagenknecht wurde zum Schuljahresende in die Schulfahrten-Kommission unter Vorsitz von Herrn Dr. Wiedemann berufen. Die Kommission hatte zum Ziel, die Schulfahrten so zu koordinieren, dass möglichst wenige Vertretungsstunden durch abwesende Lehrkräfte entstehen bzw. so wenig Unterricht wie nötig ausfällt.

Verlauf des Schuljahres:
Zum neuen Schuljahr durften wir wieder 43 neue Schülerinnen und Schüler begrüßen, darunter einige Kinder, die schon ältere Geschwister im Tagesheim bzw. am Gymnasium haben. Die älteren „weihten“ sogleich die jüngeren in die Geheimnisse des Tagesheims ein, während die übrigen sich von Tag zu Tag alle Räume im Tagesheim selbst erforschten. Dankbar konnten wir beobachten, dass die erfahrenen SchülerInnen meistens großes Verständnis für die neu ankommenden zeigen und sie bereitwillig in die üblichen Gebräuche und Gewohnheiten einführten. Ende Oktober ließen wir von den einzelnen Gruppen Fotos erstellen, deren Erwerb großen Zuspruch fand. Für alle Gruppen führten wir am 08.11.02 unter großer Teilnahme den ersten Elternabend durch.

Ergänzend zum Programm der Schulseelsorge feierten wir an Nikolaus, 06.12.02, mit P. Vianney Meister einen Schülergottesdienst zum Advent. Die Schüler übernahmen die musikalische Gestaltung, und jede Gruppe trug mit einem kleinen Beitrag zur Auslegung des Evangeliums bei. Als zum 15. Dezember der Fahrplan der Bahn wechselte, bescherte er den Schülern, die von St. Ottilien in Richtung Augsburg fahren, eine 45minütige Wartezeit. Wir entschlossen uns deshalb, die Tagesheimräume für diese Schüler bis 17.30 h offen zu lassen. Dass die betroffenen Eltern darüber nicht sehr erfreut waren, durfte niemanden verwundern.

Am 19.12. kamen wir wieder der Einladung der MAV der Lehrer zur Weihnachtsfeier nach. Zur Weihnachtsfeier am 18.12.02 umrahmte eine Bläsergruppe die Weihnachtsgeschichte, ehe das Kalenderjahr mit Plätzchen und Punsch ausklang. Zum 21.  Februar 2003 waren alle an Schule, Tagesheim  und Internat interessierten Eltern zu einem Infoabend für die Neuanmeldung eingeladen. Im Anschluss an die Vorträge über Schultypen, Erziehung und Ausbildung in St. Ottilien führten wir die Eltern in Kleingruppen durch das Tagesheim. Im März veranstalteten wir den zweiten Elternabend, bei dem auf der einen Seite die Eltern ihre Anliegen vortrugen und auf der anderen Seite die Erzieher ihre Beobachtungen, Maßnahmen und Besonderheiten in den Gruppen mitteilten. Einen weiteren Gottesdienst gestalteten wir jeweils zu den Familientagen, am 05. Juli 2003 für die 5. Jahrgangsstufe, am 24. Mai für die 6. Jahrgangsstufe und am 29. Mai  für die 7. Jahrgangsstufe. Zu allen Veranstaltungen waren viele Eltern und Geschwister der SchülerInnen gekomen. Der Familientag sollte die Familien der Schüler mit dem Tagesheim und dem Kloster näher vertraut machen. Dazu gaben die Tagesheimschüler eine Führung durch unser Klostergelände und erzählten, wie das Kloster St. Ottilien, die Ottilianer Mission und die Klosterbetriebe funktionieren. Natürlich durfte Kaffee und Kuchen, ein reichhaltiges Buffet und musikalische Einlagen der Schüler nicht fehlen.

Ausblick:
Insgesamt waren die Erzieherinnen und Erzieher bemüht, die Kinder im christlichen Geist schulisch zu fördern und in St. Ottilien eine zweite Heimat zu geben. Im Bereich der Mediation – der Konfliktanalyse und Konfliktlösung – gab es mehrmals Fälle zu klären. Dennoch verlief das Schuljahr ohne nennenswerte größere Vorfälle. Am Tag der Jahreszeugnisse konnten alle in Dankbarkeit das Schuljahr beenden.

Br. David Gantner OSB






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